E-paper - 12. Juni 2019
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Frisch und natürlich

Gärtnerei Gräbner seit 70 Jahren auf dem Bayreuther Wochenmarkt

Harsdorf Es gibt gleich zweimal Grund zum Feiern: Die Gärtnerei Gräbner in Harsdorf, Erlenweg 9, wurde vor 90 Jahren, damals noch in Bayreuth, gegründet und seit 70 Jahren ist sie auf dem Wochenmarkt in der Rotmainhalle in Bayreuth vertreten. Bei dem Familienbetrieb stehen seit vier Generationen Qualität und Service sowie Geschmack statt Masse im Mittelpunkt.

Nicht nur die Gärtnerei Gräbner befindet sich seit vier Generationen in Familienhand, auch viele Stammkunden waren schon mit ihren Eltern oder Großeltern das erste Mal in der Gärtnerei oder beim Wochenmarkt. Kein Wunder, denn seit vielen Jahren setzt die Gärtnerei Gräbner auf Selbstangebautes und Frisches aus der Region. „Wir produzieren nicht auf Masse oder den höchsten Ertrag, sondern uns ist der Geschmack wichtig, was unsere Stammkunden sehr schätzen“, sagt Roland Gräbner, der 1993 mit seiner Frau Beate die Verantwortung übernommen hat. „Dazu haben wir Sorten und junge Pflanzen in der Qualität, wie sie der Erwerbsgärtner braucht“, ergänzt Roland Gräbner.

Produziert werden auf circa zwei Hektar Freiland und rund 3000 Quadratmetern Glasfläche Beet- und Balkonpflanzen, Jungpflanzen von Gemüse und Blumen sowie Gemüse, wie Tomaten, Lauch, Sellerie, Salat, Wirsing, Paprika, Knoblauch, Zucchini, Kartoffeln und vieles mehr. Und seit neuestem sind rund 100 Kräuter im Angebot, darunter heimische Topfkräuter, aber auch exotische wie Olivenkraut oder das Kraut der Unsterblichkeit oder Jiaogulan, aus dem ein Tee zubereitet werden kann. Übrigens in der chinesischen Provinz Guizhou leben die meisten über 100-Jährigen in China, was dem Tee aus den Blättern des Krauts der Unsterblichkeit zugeschrieben wird.

Firmengründung und Umzug nach Harsdorf

Gegründet wurde die Gärtnerei bereits 1929 von Alois und Babette Gräbner, damals noch in Bayreuth. Alois Gräbner war übrigens einer von drei Gärtnermeistern, der erstmals eine richtige Meisterprüfung abgelegt hat. Davor genügte es, einige Zeit in dem Handwerk tätig zu sein, um den Meistertitel zu bekommen. Seitdem haben alle Generationen ihren Meister gemacht oder sind gerade dabei, wie Matthias Gräbner, der dem Familienbetrieb ein weiteres Alleinstellungsmerkmal hinzugefügt hat.

Im Rahmen seiner Meisterarbeit hat er sich mit biologisch abbaubaren Hanf-Bechern beschäftigt, die ganz neu auf dem Markt und auch bei der Gärtnerei Gräbner erhältlich sind. „Sie sind zwar etwas teurer, die Pflanze kann aber mit dem Topf, der abgebaut wird, in die Erde gesetzt werden. Und wer einen Plastiktopf haben will, der bekommt ihn natürlich“, sagt Matthias Gräbner.

Der Umzug der Gärtnerei nach Harsdorf, wo es ausreichend Fläche gab, war in den Jahren 1957 bis 1963, seitdem wurde stetig modernisiert. Seit 1949 sind die Gräbners auch dem Wochenmarkt um die Rotmainhalle Bayreuth treu. Nicht nur die Stammkunden wissen die Frische und Qualität der in der Region selbst angebauten Erzeugnisse zu schätzen. Es kommen auch immer mehr Studenten. „Und da wir an der Bahnlinie und am Radweg liegen, schauen viele sich die Felder an und wissen dann, was es beim nächsten Wochenmarkt bei uns gibt“, erzählt Roland Gräbner mit einem Lächeln. hoka

Fraenkische Zeitung vom Mittwoch, 12. Juni 2019, Seite 5 (8 Views)

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